Mittwoch, Dezember 13, 2017

Bokashi-Eimer

Habt ihr jemals von einem Bokashi-Eimer gehört? Ich bis vor einigen Monaten auch noch nicht. Aber es hörte sich so gut an, dass ich mir selbst einen geholt habe und ihn natürlich gleich ausprobieren musste.

Was ist ein Bokashi-Eimer?

Der Bokashi-Eimer sieht von außen aus wie ein normaler Eimer mit einem Ablaufhahn vorn unten. Innen ist ein Sieb, damit der Sickersaft nach unten abläuft. Der Sickersaft kann entweder verdünnt zum Düngen verwendet werden oder pur als Abflussreiniger. Jetzt im Herbst/Winter habe ich den süß-säuerlich riechenden Saft immer in den Abfluss geschüttet, wenn es wieder etwas wärmer wird, werde ich ihn verdünnen und als Dünger verwenden.

Der Eimer ist übrigens luftdicht verschlossen. Das heißt, dass es nicht riecht oder nur, wenn man die Nase direkt an den Eimer hält. Dadurch kann man ihn vor allem im Winter auch in der Wohnung aufstellen. Mindestens 10 °C sollten schon vorhanden sein, damit alles schön verarbeitet wird. Es läuft also anders ab als bei „normalen“ Kompostern, die man aus dem Garten kennt. Denn diese dürfen nicht luftdicht abgeschlossen sein, sonst stinkt es. Da bei den Bokashi-Eimern mit aktiven Mikroorganismen (EMa) gearbeitet wird, muss dieser luftdicht verschlossen werden.

Wie läuft das mit der Herstellung von Bokashi?

Zunächst einmal braucht ihr einiges an Küchenabfällen. Ob auch Fleisch mit in den Bokashi-Eimer kann, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Ich habe bei mir ein bisschen Fleisch mit hineingetan, damit ich sehen kann, ob und wie es verrottet.

Ich habe es so mit der Befüllung immer so gemacht: Küchenabfälle in den Eimer, mit der Kelle verteilt und angedrückt, eine Handvoll Trockenbokashi verteilt, mit EMa eingesprüht und einen Plastikbeutel oben drauf gelegt, damit es wirklich luftdicht abgeschlossen ist. Danach den Deckel verschließen und warten, bis der nächste Abfall dazu kam, der dann genauso „verarbeitet“ wird wie beschrieben. Dies geht so lange, bis der Eimer ganz gefüllt ist. Bei mir ist er bereits vor einiger Zeit komplett gefüllt gewesen, ich lasse ihn seitdem ruhen (Anmerkung: eigentlich reichen dafür schon 2 Wochen aus). Sobald es wieder etwas wärmer ist, werde ich den Inhalt in den Komposter werfen und abwarten, was passiert.

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